Von Sperren bis Mithören
Der Streit ums Smartphone: Deshalb kann es Kindern schaden - Quarks

Da möchte ich schon auch mal wissen, dass da nichts auf schiefe Bahnen ausschert. Sogar Sprachaufzeichnungen lassen sich abhören. Gewiss mag es für die Eltern ein beruhigendes Gefühl sein, zu wissen, wo sich ihre Kinder aufhalten und ob sie möglicherweise mit zwielichtigen Gestalten herumlungern. Doch dort, wo Überwachung ubiquitär wird, mündet die elterliche Fürsorge in einer nannyhaften Hyperkontrolle, in der gläserne Jugendliche ihrer Privatsphäre beraubt werden und schon gar keine Individualität mehr ausbilden können.

Nicht nur Eltern überwachen ihre Kinder. Auch Lebenspartner und Kollegen spionieren einander aus. Ist die App auf dem Gerät des Partners installiert, bekommt man Zugriff auf Standort- und Telekommunikationsdaten und kann so sehen, wo sich die Person gerade aufhält. Nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ist der Mann wirklich auf Geschäftsreise, wie er treuherzig bekundete?

Oder trifft er sich mit einer Geliebten? Daraufhin installierte er die App auf allen Betriebshandys, identifizierte den Maulwurf und feuerte ihn. Monatelang blieb der Entwurf für das neue Verfassungsschutzgesetz einfach liegen. Nach dem Anschlag von Halle könnte es jetzt schnell damit gehen — doch bislang sind sich Innenminister Horst Seehofer und Justizministerin Christine Lambrecht uneinig. Die Verteidigungsministerin hatte eine Idee, sie weihte nur wenige ein.

Die Schlagzeilen gehörten ihr, doch zuständig für Sicherheitspolitik ist ein anderer. Kurse und Finanzdaten zum Artikel. Wie Eltern Kinder im Internet überwachen können. Warum sehe ich FAZ. NET nicht?

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

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Family Link: Dank Google-App können Eltern nun ihre Kinder überwachen

So sollen Kinder vor unerwünschten Kontakten oder auch für sie verstörenden Online-Inhalten geschützt werden, werben die Anbieter der Apps. Die Blockade können Kinder und Jugendliche aber auf verschiedenen Wegen leicht umgehen. Über Facebook könnten zudem jüngere Nutzer an Inhalte gelangen, die Eltern eigentlich sperren wollten. Das soziale Netzwerk hat einen eingebauten Browser. Über den Browser von Facebook könnten Kinder nicht direkt Webseiten aufrufen.

Video: App zur Handy Überwachung am Beispiel von mSpy

Sie gelangen aber über verlinkte Inhalte auf möglicherweise für sie ungeeignete Webseiten. Wird die irgendwie beendet oder stürzt ab, ist es mit dem Überwachen auch vorbei. Bei manchen Kontroll-Apps gehen die Überwachungsmöglichkeiten der Eltern sehr weit: Über das Mikrofon des Smartphones können die Erwachsenen live mithören, mit wem ihr Kind gerade spricht.

Die Apps sollen Eltern ein besseres Sicherheitsgefühl vermitteln, haben in dem Punkt aber offenbar selbst Lücken. Danach war keine einzige Kontroll-App sicher programmiert und damit anfällig für Hacker. Die Überwachungsdaten würden von den Anbietern auf Servern zwischengespeichert, die nicht korrekt verschlüsselt seien.

Datenschützer warnen zudem vor einem zu sorglosen Umgang mit den Apps.

‎Handy als Überwachungskamera im App Store

Niemand wisse, was die Anbieter mit den privaten Nutzerdaten wie etwa Ortungsinformationen machen. Möglicherweise verkaufen Anbieter kostenloser Programme Daten an Dritte, um ihre eigenen Kosten zu decken. Und das muss kein Kind sein, dass kann auch der Partner sein. Das Überwachen anderer Personen ohne deren Einverständnis ist aber strafbar. Strafbar sind auch das Abfangen oder Ausspähen von Daten. Eltern kann es allerdings erlaubt sein, Kontroll-Apps auf dem Smartphone ihrer Kinder zu installieren.

Das sei selbst dann noch legal, wenn die Kinder von der Überwachung gar nichts wissen. Eltern dürften laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch in die Privatsphäre ihrer Kinder eingreifen.


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Dabei sei aber auch das Alter der Kinder zu beachten. Je älter ein Kind sei, desto mehr wachse auch sein Recht auf Privatsphäre. Manche Kinder wünschten zudem von sich aus eine Erinnerung, dass sie ihr Smartphone weglegen sollten.

Die Medienpädagogin warnt aber vor einer ständigen und längeren Überwachung: "Mit den vielen technischen Helfern verlieren wir auch die Selbstständigkeit unserer Kinder aus den Augen. Die können dann nicht für sich herausfinden, was ihnen gut tut und wann sie ihr Smartphone auch mal ausmachen sollten".

Sie verfolgen dann, ob diese gerade chatten statt anstehende Hausaufgaben zu machen. Oder sie wollen wissen, was hinter einem intensiven Chat mit einem Freund steckt. Hier können Sie sie noch einmal nachlesen. September Uhr. Surfen, chatten, Informationen suchen - nicht nur wir, auch unsere Kinder verbringen täglich mehrere Stunden im Internet. Doch sicher ist das nicht unbedingt. Wir zeigen, wie Eltern ihre Kinder unterstützen können.

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